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Corona: Effektiver Hausputz auch in Virus-Zeiten

So geht Geschirrspülen und Putzen mit Seife: Plastikfrei und nur mit natürlichen Utensilien. Ja, und das geht auch vegan.

So geht Abspülen, Putzen und Wäschewaschen mit Seife: Plastikfrei und mit natürlichen Utensilien. Effektiv auch in Corona-Zeiten.

Hausputz. Wie geht das in Zeiten des Corona-Virus’? Ganz genauso wie sonst auch. Denn das Virus wird nicht erst durch Desinfektionsmittel, sondern schon durch gewöhnliche Tenside unschädlich gemacht, also durch alle fettlösenden Mittel. Dazu zählen feste und flüssige Seifen, Geschirrspül-, Wasch- und fettlösende Putzmittel.

Angriffspunkt all dieser haushaltsüblichen fettlösenden Seifen und Reiniger ist die empfindliche Hülle des Corona-Virus, welche aus Lipiden, also aus Fetten besteht. Diese Hülle wird durch fettlösende Tenside zerstört und die Infektionsität des Virus’ damit ausgeschaltet: “Seife, Geschirrspülmittel und andere fettlösende Substanzen zerstören die Oberfläche des Virus und machen es dadurch inaktiv”, sagt Prof. Dr. Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz-Zentrum München, im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk [1 – Quellen jeweils am Ende dieses Beitrags].

Entsprechend könne man umgekehrt für die Hände statt Seife auch Spül- oder Putzmittel verwenden: “Wenn Sie also Spülmittel, normale Putzmittel und Seife zum Händewaschen verwenden, dann zerstören Sie das Virus sicherlich”, sagt Potzner. (Wie das im Einzelnen funktioniert, lesen Sie hier: Corona: Wie ein einfaches Stück Seife das Virus inaktiviert.)

Entfernen statt nur inaktivieren

Für den ursprünglichen Zweck im Haushalt reichen die dafür gedachten Spül- und Putzmittel oder -seifen entsprechend aus, unterstreicht auch die Universität Kiel in ihren Informationen zum Umgang mit dem Virus [2]. Der Vorteil gegenüber Desinfektionsmitteln bestehe zudem darin, dass die Viren damit nicht nur inaktiviert, sondern auch abgewaschen und damit tatsächlich entfernt werden, ergänzt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung [3].

 

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Video-Link: https://youtu.be/WxsiPFgfK4E

In der Sendung “Puls” des Schweizer Fernsehens SRF vom 23. März erklären Wissenschaftler anschaulich, wie feste Seife das Virus auch im Haushalt inaktiviert. (Datenschutzhinweis: Das Video wird von Youtube bereit gestellt. Beim Abspielen können Ihre Daten (IP-Adresse, Cookies etc.) weiter geleitet werden. Mit dem Abspielen akzeptieren Sie die Datenschutzerklärungen von Google.)

 

Ernst Tabori, Ärztlicher Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene in Freiburg, formuliert es in einem Interview mit dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” auf die Frage nach dem Corona-tauglichen Hausputz so: “Es sollte sauber sein, nämlich so, dass man sich wohl fühlt. Im Normalfall, also wenn alle gesund sind, muss man aber keine speziellen Putzattacken vornehmen.”

Wasser, Seife und Reiniger reichen

Es gebe auch keinen Hinweis darauf, dass man gesünder bliebe, wenn man zu Hause übertrieben häufig putze oder aggressive Mittel verwende, so Tabori: “Das Corona-Virus lässt sich gut mit Wasser und Seife sowie mit normalen Reinigungsmitteln entfernen. Das reicht dann auch.” [4]

Dieser Ansicht ist auch Andreas Widmer, Spitalhygieniker des Unispitals Basel. Auch in Coronazeiten sei eine Heimdesinfektion nicht nötig, sagt er in der SRF-Sendung “Espresso”: “Es reicht, wenn man Zuhause mit den normalen Putzmitteln putzt.” [5]

Auch an Tücher und Schwämme denken

Wichtig dabei: Waschen Sie die Schwämme und Tücher, die Sie verwenden, regelmässig in der Waschmaschine, am besten bei 60 Grad. Nicht nur in Corona-Zeiten sammeln und vermehren sich insbesondere auf feuchten Spül- und Putzutensilien Keime sehr rasch. Das gilt auch für Handtücher.

Sowohl dafür als auch fürs Waschen der Kleidung in der Waschmaschine braucht es übrigens keine speziellen Desinfektions- oder Hygienewaschmittel: “Jedes Waschmittel, das Seife enthält, genügt vollkommen”, sagt der Zürcher Virologe und Zellbiologe Urs Greber in der SRF-Sendung, “auch bei einer Waschtemperatur von 30 Grad”. [6]

Spezielle Waschmittel sind überflüssig

Denn was beim Händewaschen auch mit kaltem Wasser binnen 30 Sekunden funktioniert, klappt freilich auch bei niedrigen Temperaturen in der Waschmaschine. Das Virus wird zuallererst durch die fettlösende Wirkung der Seifen- oder Waschlauge inaktiviert, nicht primär durch die Waschtemperatur. Bei der vergleichsweise langen Dauer eines Waschgangs werden die 30 Sekunden ohnehin um ein Vielfaches übertroffen.

Spezielle Hygienewaschmittel machten in Krankenhäusern oder Heimen Sinn, sagt Urs Greber, allerdings nicht wegen des vergleichsweise empfindlichen Coronavirus’: “Diese Waschmittel sind sehr aktiv und wirksam gegen Viren aus dem Magen-Darm-Trakt. Diese sind in der Regel resistent gegen Seife, deshalb benötigt man dafür zusätzliche Mittel.” [7] Für den Hausgebrauch seien solche Spezialwaschmittel – insbesondere mit Blick auf das Corona-Virus – dagegen überflüssig.

[Stand: 19. April 2020]

Lesen Sie dazu auch:

Corona: Wie ein einfaches Stück Seife das Virus inaktiviert

Hygiene: Warum ein festes Stück Seife keine Keimschleuder ist

Seifenflocken: Sauber unterwegs auch in Corona-Zeiten

 

Quellen:

[1] “Corona Service”, Bayerischer Rundfunk 13.03.2020, aufgerufen 22. März 2020
[2] “Detergenzien, also fettlösende Seifen, lösen auch Lipidmembranen auf. Damit verliert das Coronavirus seine Infektiosität. (…) Für die Reinigung von Oberflächen werden Detergenzien-haltige Haushaltsreiniger empfohlen.”, zitiert nach Universität Kiel: “Ansteckungsrisiko reduzieren”, aufgerufen am 23. März 2020
[3] “Desinfektionsmittel entfernen keinen Schmutz und ersetzen keine Reinigung”, zitiert nach “Haushaltshygiene: Sauberkeit und Gesundheitsschutz im eigenen Zuhause”, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung”, aufgerufen 22. März 2020
[4] “Hygiene-Experte: Putzorgien schützen nicht vor Corona”, Redaktionsnetzwerk Deutschland, 21.03.2020, aufgerufen 22. März 2020, Putzen mit Seifenwasser empfiehlt auch die “New York Times”: “How to Clean Your Home for Coronavirus”, 18.03.2020, aufgerufen 22. März 2020
[5] “Firmen bieten unnötige ‘professionelle Heimdesinfektionen’ an”, SRF-Sendung “Espresso”, 17.04.2020, aufgerufen am 19. April 2020
[6] “Jetzt gibt’s bereits ‘Corona-Waschmittel'”, SRF-Sendung “Espresso”, 17.04.2020, aufgerufen am 19. April 2020
[7] ebenda



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